Bronzeskulptur am Rhein kostet über 1 Mio. Euro

By L.v.d.B.

Mai 18, 2020

Die Skulptur „Leda“ kostet 1.000.182,07 Euro. Erst auf Nachfrage lieferte die Stadt eine Kostenaufstellung. Jährlicher Kunstetat von 400.000 Euro wird damit weit überschritten. Welchen Sinn hat das Handlungskonzept, wenn sich die Stadt nicht daran hält?


Erst im April musste die Stadt einräumen, dass der Geysir 45 % teurer wird als geplant. Statt 415.000 Euro werden die Kosten nun auf knapp 600.000 Euro beziffert.
Der Stadt Monheim am Rhein steht für ihr Konzept „Kunst im öffentlichen Raum“ jährlich ein Budget von 400.000 Euro zur Verfügung.

„Für das Kunstwerk „Leda“ von Markus Lüpertz waren ursprünglich 700.000 Euro vorgesehen. Jedoch musste für den Bau des Sockels extra eine Straße am Rheinufer angelegt werden. Die Monheimer CDU fordert deshalb von der Stadtverwaltung eine Aufstellung der Gesamtkosten“, erklärt der Monheimer CDU-Vorsitzende und Bürgermeisterkandidat Lars van der Bijl.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, über den Preis schon!

Die Kosten des Projekts „Leda“, die von der Stadtverwaltung zusammengestellt wurden, belaufen sich auf  850.182,07 Euro! Diese Kosten wurden im städtischen Haushalt gebucht. Darüber hinaus gibt es aber noch die Kulturwerke GmbH, die zu 100% der Stadt Monheim gehört. Über diese GmbH wurde noch einmal eine Ausgabe in Höhe von 150.000 Euro für die Anschaffung der Entwurfsplastik der „Leda“ getätigt.

In der beigefügten Kostenaufstellung der Stadt Monheim sind jedoch immer noch nichtdie Kosten für die über 5-wöchige Begleitausstellung und das Catering für die Eröffnungsfeier enthalten, noch die Kosten für den angefertigten Bildband aufgeführt.

Für van der Bijl nicht nachvollziehbar: „Die Stadtspitze beauftragt Mitarbeiter mit einem Konzept, das durch den Bürgermeister und seine Mehrheit keinerlei Beachtung findet? Die eigens erstellten Richtlinien werden vom Bürgermeister und seiner Ratsmehrheit nicht berücksichtigt und erzeugen vor einer Abstimmung im Rat bei keinem PETO-Mitglied ein Störgefühl.“

Van der der Bijl ist enttäuscht: „An diesem Beispiel lässt sich wieder darstellen, dass es tiefe Widersprüche im Reden und Handeln des Bürgermeisters und seiner PETO-Mehrheit gibt!“

Das Konzept – Kunst im öffentlichen Raum

In dem Konzept zur Anschaffung von Kunst im öffentlichen Raum wurden seitens der Stadtverwaltung die Grundsätze und Richtlinien festgeschrieben. In dem Handlungskonzept heißt es: „Die Neuschaffung bedarf eines Konzeptes, eines Budgets, der Abstimmung einzelner Bereiche, professionelles Handeln und fundierter Vorlagen, um in Entscheidungsgremien, fachlich kompetent beraten, entscheiden zu können.“

Außerdem wird in dem Konzept ein konstantes Jahresbudget von 400.000 Euro festgesetzt. Aus diesem Etat sollen die Herstellungs-, Transport- und Aufstellungskosten sowie Künstlerhonorar finanziert werden.

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