Zum Hauptinhalt springen

Wahlprogramm 2025

Juli 17, 2025

Klicken Sie auf das Programm, um eine PDF Version zu laden.
Hier alternativ eine kleinere Version des Programms:
CDU Wahlprogramm PDF kleine Version 

 

Gemeinsam für Monheim am Rhein
Unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 14. September 2025

Am 14. September Ihre Stimmen für Sonja Wienecke und CDU Monheim am Rhein.

Unser 10-Punkte-Plan für ein lebenswertes Monheim am Rhein


1. Solide Finanzen – Verantwortung statt Schulden
Die CDU steht für eine verlässliche Haushaltspolitik: mit Ausgabendisziplin, klaren Prioritäten und dem Fokus auf die Daseinsvorsorge. So sichern wir Monheims Zukunft.


2. Bürgerinnen und Bürger entlasten
Wir wollen faire Steuern und Gebühren. Die CDU strebt eine Senkung der Grundsteuer B, die Anpassung der Grundsteuer C und niedrigere Abgaben wie z. B. bei der Hundesteuer an – sobald der Haushalt stabilisiert ist.


3. Stadtentwicklung mit Maß und Verantwortung
Wir setzen auf eine behutsame und qualitätsvolle Entwicklung, die Grünflächen schützt, gewachsene Strukturen erhält und Wohn- und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt.


4. Starke Wirtschaft – starker Mittelstand
Monheim soll ein attraktiver Standort für Unternehmen bleiben. Wir fördern unternehmerische Vielfalt und Innovation, statt selbst in Konkurrenz zu treten. Öffentliche Mittel sollen sinnvoll eingesetzt werden.


5. Verkehrspolitik für alle – praktisch und durchdacht
Ob Auto, Fahrrad, ÖPNV oder zu Fuß: Alle sollen gut und sicher unterwegs sein können. Wir setzen auf funktionierende Lösungen wie z. B. E-Kleinbusse für die Altstadt und koordinierte Baustellenplanung.


6. Bildung mit Substanz
Beitragsfreiheit bleibt – ergänzt durch bedarfsgerechte Kita- und Schulangebote, gezielte Sprachförderung, moderne Schulgebäude mit digitaler und moderner Ausstattung. Ebenso wichtig: verlässliche Ganztagsangebote mit klarer pädagogischer Linie und ausreichend Personal.


7. Mehr Sicherheit und Sauberkeit im Alltag
Ein präsenter Ordnungsdienst, saubere Straßen und Grünflächen, konsequente Müllvermeidung und spürbare Kontrollen sorgen für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden im öffentlichen Raum.


8. Kultur und Freizeit mit Vernunft gestalten
Wir fördern eine vielfältige Kulturlandschaft auf solider Basis. Bestehende Strukturen sollen gestärkt, private Initiativen unterstützt und neue Projekte auf finanzielle Tragfähigkeit geprüft werden.


9. Ehrenamt ermöglichen und wertschätzen
Die Stadt ist Partner des Ehrenamts. Wir schaffen Rahmenbedingungen, die Engagement in Sport, Kultur, Brauchtum und Sozialem fördern – und unterstützen Vereine, statt sie zu ersetzen.


10. Verwaltung und Politik im Dienst der Menschen
Mit Sonja Wienecke als parteiunabhängiger Bürgermeisterin steht die CDU für mehr Transparenz, Bürgernähe und eine Verwaltung, die mit Respekt vor dem Stadtrat arbeitet. Beteiligungen und Finanzen gehören unter echte Kontrolle.

 
Themen:

1.    Vorwort

2.    Nachhaltige Finanzen in Monheim am Rhein

3.    Wirtschaft, Handel und Wirtschaftsförderung

4.    Stadtplanung für mehr Lebensqualität

5.    Mobilität – Vernetzt, realistisch, zukunftsfähig

6.    Klimaneutrale und an den Klimawandel angepasste Stadt

7.    Kinderbetreuung, Schule und Bildung

8.    Älter werden in Monheim

9.    Sicherheit und Ordnung

10.    Soziales

11.     Monheim gemeinsam – Vereine und Ehrenamt

12.     Kultur, die zu Monheim passt – Vielfalt erhalten, Haushalt sichern 

13.     Sport verbindet

14.     Monheim erleben – Freizeit, Naherholung und Tourismus

15.    Politik und Verwaltung – Für einen neuen Umgang miteinander  


1.    Vorwort des Vorsitzenden der CDU Monheim am Rhein

Liebe Monheimerinnen und Monheimer, 
liebe Baumbergerinnen und Baumberger,
wie soll sich unsere Stadt weiterentwickeln? 
Am 14. September entscheiden Sie, ob sich unsere Stadt in den kommenden Jahren demokratisch, bürgernah und wieder zu einem respektvollen Miteinander zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Bei der Kommunalwahl bestimmen Sie nicht nur, wer künftig im Stadtrat sitzt, sondern auch, wer als Bürgermeisterin oder Bürgermeister die Geschicke unserer Stadt lenkt. Diese Wahl ist Ihre Chance, Monheim am Rhein eine neue Richtung zu geben.
Wir als CDU schlagen Ihnen Sonja Wienecke als Bürgermeisterkandidatin vor – gemeinsam mit SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP. Sonja Wienecke ist in Monheim groß geworden, sie kennt unsere Stadt, unsere Menschen, unsere Anliegen. Sie bringt Erfahrung aus der kommunalen Verwaltung mit, hört zu, entscheidet nach Sachlage und bleibt dabei immer geerdet. Mit ihr kehren Respekt und demokratischer Austausch ins Rathaus zurück. Politik für Monheim wird dann wieder generationenübergreifend und gemeinschaftlich gedacht.
Ich freue mich, Ihnen mit diesem Vorwort unser Wahlprogramm zu überreichen. Ein Programm, das gemeinsam mit unseren Mitgliedern, unseren Rats- und Kreistagskandidatinnen und -kandidaten erarbeitet wurde. Unsere Liste zeigt: Monheim ist bunt, engagiert und vielfältig. Genau das spiegelt sich in unseren Kandidatinnen und Kandidaten wider. In 40 % der Wahlkreise treten Frauen an, unsere Bewerberinnen und Bewerber sind zwischen 19 und 72 Jahre alt und kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und Lebenssituationen. Eine lebendige Mischung – so wie unsere Stadt.
„Wie gewonnen so zerronnen“ sagt der Volksmund. Und er hat recht. Monheim war schuldenfrei und eine der reichsten Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund einer ungehemmten Ausgabenpolitik muss Monheim seit 2023 jedes Jahr auf einen Teil seiner Rücklagen zurückgreifen, um das jährliche Haushaltsdefizit auszugleichen. In wenigen Jahren werden alle Rücklagen verbraucht sein. Hinzu kommt ein riesiger Berg an Schulden, der jährlich weiterwächst. Damit es so nicht weitergeht, wollen wir einen Politikwechsel. Wir werden verhindern, dass Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, immer mehr belastet werden. Wir wollen ermöglichen, dass künftige Generationen Gestaltungsspielräume behalten. Deshalb fragen wir:
•    Welche Projekte sind wirklich sinnvoll im Sinne der Bürgerinnen und Bürger?
•    Wie sichern wir dauerhaft unseren Wohlstand?
•    Was schafft Heimatgefühl, Zusammenhalt und Lebensqualität?
•    Wie erhalten wir Natur, Grünflächen und ein lebenswertes Klima?
•    Wie schaffen wir Perspektiven und Arbeitsplätze für unsere Jugend?
•    Wie stärken wir den Mittelstand, den Einzelhandel, das Gewerbe, die Gastronomie, die Kultur?
•    Welche Naherholungsgebiete brauchen wir?
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Antworten und Ideen auf diese und viele weitere Fragen möchten wir Ihnen mit diesem Wahlprogramm geben. Wir laden Sie ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. 
Offen und fair wollen wir gemeinsam auf das blicken, was Monheim stark macht: seine Menschen.

Herzlichst,
Ihr Markus Gronauer
Vorsitzender der CDU Monheim am Rhein

Unsere Leitmotive für Kommunalpolitik in Monheim am Rhein
Unsere Stadt befindet sich an einem Scheideweg. Wir wollen den notwendigen Politikwechsel: 
Wir treten ein für ökonomische Vernunft und einen wertschätzenden Umgang miteinander!
Wir haben folgende Leitlinien als Ziel:
•    Verantwortungsvolle Ausgabenpolitik
•    Projekte mit Augenmaß für eine rheinische Mittelstadt
•    Kooperation, Diskussion, Respekt und Bürgernähe
Wie wir dieses neue Lebensgefühl in Monheim erreichen wollen? Das erläutern wir Ihnen gerne in den folgenden Kapiteln.

 

2.    Nachhaltige Finanzen in Monheim am Rhein 
Mit dem Thema Finanzen beginnen wir unser Wahlprogramm, denn sie werden in den kommenden Jahren der Dreh- und Angelpunkt kommunalpolitischer Entscheidungen in Monheim am Rhein sein. Die aktuelle Ratsmehrheit hat es geschafft, Monheim von der reichsten zur am höchsten verschuldeten Stadt in Nordrhein-Westfalen zu machen. Wie schlimm die Lage tatsächlich ist, können wir erst nach der Wahl am 14. September mit einer neuen Mehrheit im Stadtrat und einer neuen Bürgermeisterin Sonja Wienecke ermitteln. Ein umfassender Finanzstatus, der auch die städtischen Beteiligungen einschließt, ist dringend notwendig. Wir stehen für eine ehrliche Bestandsaufnahme und transparente Haushaltsführung!
Heute wissen wir bereits, dass die Lage sehr ernst ist: Monheim befindet sich in der Haushaltssicherung. 
Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt sind massiv eingebrochen. Deshalb muss künftig jede Ratsentscheidung mit finanziellen Auswirkungen besonders kritisch geprüft werden. 
Trotzdem sind die Gewerbesteuereinnahmen im Vergleich mit anderen Städten ähnlicher Größe nach wie vor hoch. Doch Monheims Eigenkapital schmilzt dahin wie Eis in der Sonne. Der Grund sind jährliche Haushaltsdefizite, die seit 2023 zur Regel geworden sind – und die laut Haushaltssicherungskonzept auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben werden. Ursache hierfür sind unter anderem steigende Zinslasten infolge fortgesetzter Kreditaufnahmen sowie erhebliche Folgekosten aus Großprojekten. 
Bemerkenswert ist: Schon im Jahr 2023, als die Gewerbesteuereinnahmen noch bei rekordverdächtigen 266 Mio. € lagen, wurde ein Haushaltsdefizit von 34 Mio. € eingefahren.

Die Stadt Monheim hat kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem!
Da die Stadt laut Haushaltssicherungskonzept nur noch wenige Millionen Euro von der bilanziellen Überschuldung – und damit vom Nothaushalt – entfernt ist, muss finanzielle Solidität höchste Priorität haben.

Ausgaben senken – Kernaufgaben sichern
Wir werden sinnvolle Einsparungen und einen Kurswechsel bei den Investitionen einleiten. Die Ausgaben der Stadt, sowohl im konsumtiven als auch im investiven Bereich, müssen künftig klar priorisiert werden. Es kann nicht länger alles umgesetzt werden, was einmal gewünscht oder geplant war. 

Monheim muss sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren: die Daseinsvorsorge. 
Dazu gehören die Verkehrsinfrastruktur, Schulen, Kindergärten, Feuerwehr und Katastrophenschutz, Abwasser- und Abfallentsorgung sowie die Melde- und Standesämter. Auch die Übernahme von Landes- und Bundesaufgaben, wie die Verwaltung von Sozialleistungen und die Durchführung von Wahlen, zählen dazu. Für diese Bereiche gilt: Notwendige Ausgaben und Investitionen werden selbstverständlich getätigt – jedoch unter strenger Prüfung ihrer Wirtschaftlichkeit.

Wir stellen alle freiwilligen Leistungen der Stadt auf den Prüfstand. Dabei setzen wir klare Prioritäten:
Höchste Priorität bei den freiwilligen Leistungen haben für uns:
•    der Bildungsbereich („Hauptstadt für Kinder“)
•    die Wirtschaftsförderung,
•    Sicherheit und Ordnung,
•    der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV),
•    sowie die Sportförderung.

Wir werden alle beschlossenen und geplanten Investitionen auf ihre Finanzierbarkeit prüfen. Für laufende und künftige Großprojekte im Bereich der freiwilligen Leistungen – auch bei städtischen Beteiligungen – wollen wir eine Bewertung mit Budgetplanung und Businessplan einführen. Diese soll verschiedene Szenarien abbilden und die zu erwartenden Folgekosten transparent machen. So wollen wir eine seriöse Entscheidungsgrundlage schaffen – zum Beispiel bei der Kulturraffinerie oder deren Betreibermodell.

Konkret fordern wir:
•    Konzentration laufender Ausgaben und Investitionen auf die Daseinsvorsorge
•    Wirtschaftlichkeitsprüfung sämtlicher Ausgaben
•    strenge Priorisierung freiwilliger Leistungen
•    Einbeziehung der Folgekosten bei Investitionsentscheidungen.

Bürger entlasten – Gewerbesteuer niedrig halten
Die Stadt finanziert sich aus Steuern und Abgaben der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen, durch Zuschüsse und Ausgleichszahlungen von Land und Bund sowie über Gewinne der städtischen Beteiligungen. Seit Mitte 2024 brechen die Gewerbesteuereinnahmen jedoch deutlich ein – mit massiven Auswirkungen auf die Haushaltslage.
Darauf mit einem „Weiter so“ bei kostspieligen, freiwilligen Projekten wie dem Umbau der Mack-Pyramide, Monheim Mitte 3 oder der geplanten Marina am Greisbachsee zu reagieren, ist ebenso falsch wie massive Steuer- und Gebührenerhöhungen. Die drastische Erhöhung der Grundsteuer B auf 1000 % ist für Eigentümerinnen und Eigentümer und auch für Mieterinnen und Mieter eine weitere Verteuerung ihres Wohnraums.
Wir setzen stattdessen auf Ausgabendisziplin: Große Investitionsprojekte wollen wir stoppen oder verschieben. Laufende Ausgaben im freiwilligen Bereich werden wir anhand unserer Prioritäten reduzieren. Wir werden Bürgerinnen und Bürger nur so lange mit den aktuellen Steuern und Abgaben belasten, bis die Maßnahmen zur Ausgabenreduktion greifen. Wenn die Einnahmen wieder steigen, haben die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger und Schuldenabbau Priorität – erst dann können Ausgaben wieder ausgeweitet werden.

Konkret fordern wir:
•    so bald wie möglich wieder Absenkung der Grundsteuer B
•    sofortige Absenkung der Grundsteuer C auf den Satz der Grundsteuer B
•    Überprüfung der Grundsteuer A
•    deutliche Reduktion der Hundesteuer für den ersten Hund
•    Beibehaltung der Kita-Beitragsfreiheit
•    Beibehaltung der OGS-Beitragsfreiheit
•    Beibehaltung des Gewerbesteuersatzes von 250 %

Beteiligungen reformieren – Transparenz schaffen
Monheim hält inzwischen 14 Beteiligungen zu 100% direkt oder indirekt über die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) bzw. die Monheimer Verkehrs- und Versorgungsbetriebe (MVV) sowie vier weitere mit Beteiligungsquoten zwischen 33,3 % und 50 % – darunter das Verbandswasserwerk Monheim/Langenfeld (35,5 %). Gewinne erzielen zuverlässig nur die MEGA und das Wasserwerk. Alle anderen Beteiligungen schreiben Verluste und müssen dauerhaft aus dem städtischen Haushalt gestützt werden – insbesondere die Monheimer Kulturwerke, die Bahnen der Stadt Monheim und zukünftig auch das Wellenbad.
Einige Töchter wie die Monheimer Wohnen haben grundsätzlich das Potenzial zur Wirtschaftlichkeit. Dieses wird jedoch durch unternehmerische Risiken gefährdet, die nur deshalb eingegangen werden können, weil Transferzahlungen aus dem städtischen Haushalt als Rückhalt eingeplant sind.
Das Beteiligungsgeflecht der Stadt ist undurchsichtig, die Kontrolle unzureichend – Aufsicht findet meist nur über den MVV-Aufsichtsrat statt. Wir fordern mehr Transparenz und echte Kontrolle.

Deshalb fordern wir:
•    Neustrukturierung der städtischen Beteiligungen mit möglicher Re-Integration einzelner Unternehmen in die Stadtverwaltung
•    eigene Aufsichtsräte für die wichtigsten Beteiligungen
•    transparente Offenlegung aller Kredite der Beteiligungen

Wasserpreise stabil halten – Kooperation erhalten
Die bewährte Zusammenarbeit mit der Stadt Langenfeld im Rahmen des Verbandswasserwerks wollen wir fortsetzen. Seit über 115 Jahren gewährleistet das Werk eine hervorragende Wasserqualität zu fairen Preisen – ohne Monopolgewinne.
Ein Ausstieg mit Gründung eigener Wasserwerke würde erhebliche Mehrkosten verursachen, die letztlich die Bürgerinnen und Bürger über steigende Wasserpreise tragen müssten. Dies lehnen wir ab.

Projekte aus Beteiligungen – klare Linie statt Wunschdenken
Einzelne Projekte aus den städtischen Beteiligungen sind mit Blick auf unsere Finanzstrategie neu zu bewerten:
•    Für das geplante Boutique-Hotel in der Altstadt soll ein privater Investor und Betreiber gesucht werden. Alternativ wäre eine Wohnbebauung eine sinnvolle Nutzung.
•    Die für das Altstadtkino vorgesehene Immobilie soll grundsaniert werden. Der geplante Um- und Anbau zum Kino wird nicht weiterverfolgt. Das Kino im Monheimer Tor deckt den Bedarf bereits ab und kann bei Bedarf auch durch die Stadt angemietet werden. Die Immobilie soll als veredelter Rohbau vermarktet werden. 
•    Das Einkaufszentrum Baumberg (EKZ) soll langfristig wieder privatisiert werden.
•    Der Um- und Ausbau der Mack-Pyramide wird gestoppt. Die Immobilie soll verkauft werden.
•    Die 49%-Beteiligung an der Marienburg Monheim Betriebs-GmbH soll beendet werden.

 

3.    Wirtschaft, Handel und Wirtschaftsförderung

Starke Rahmenbedingungen für Mittelstand, Einzelhandel und Gastronomie
Wir wollen für Monheim eine Wirtschaftspolitik, die langfristig tragfähig ist, Investitionen anzieht, Gewerbesteuern sichert und Arbeitsplätze schafft. Die CDU setzt dabei auf unternehmerische Freiheit, eine schnelle und verlässliche Verwaltung und auf die enge Kooperation von Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft.

Wirtschaftsförderung mit Augenmaß
Wirtschaftsförderung bedeutet für uns, gute Rahmenbedingungen schaffen, statt selbst Unternehmer zu spielen. Deshalb setzen wir auf:
•    Kompetente Ansprechpartner in der Stadtverwaltung
•    Schnelle und schlanke Genehmigungsverfahren
•    Ausgewiesene und entwickelte Gewerbeflächen
•    Unterstützung bei Projekten, ohne in die Eigenverantwortung von Unternehmen einzugreifen

Ein positives Beispiel ist die Entwicklung des Monbergs und des Rheinparks – seinerzeit initiiert durch CDU-Beschlüsse. Hier sind heute attraktive gastronomische Angebote und erfolgreiche Unternehmen entstanden.
Die CDU steht für eine Wirtschaftsförderung, die vernetzt, unterstützt und keine Konkurrenz zur Privatwirtschaft darstellt. Wir lehnen es ab, dass die Stadt mit öffentlichen Geldern Hotels oder großflächige Büroimmobilien baut. Das geplante Hotel im Monheimer Tor sowie „Monheim Mitte 3“ mit 13.000 m² Büroflächen überschreiten die Grenzen kommunaler Verantwortung. Solche Projekte bergen hohe finanzielle Risiken und drohen, zur dauerhaften Belastung für den Haushalt und letztlich für die Bürgerinnen und Bürger zu werden.
Stattdessen wollen wir bewährte Formate wie das „Unternehmerfrühstück“ ausbauen und dabei den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fördern. Auch die erfolgreiche Berufs- und Ausbildungsbörse (BOB) soll weiterentwickelt und stärker für das örtliche Handwerk geöffnet werden.

Handel und Gastronomie stärken – Vielfalt sichern
Ein gesunder Einzelhandel und eine lebendige Gastronomie sind das Rückgrat unserer städtischen Zentren. Deshalb werden wir unternehmerischer Freiheit, Eigenverantwortung und aktiver Selbstorganisation der Händler und Gastronomen wieder mehr Raum geben.
•    Verkaufsoffene Sonntage in Verbindung mit Stadtfesten wie dem Frühlingsfest, Stadtfest, Martinsmarkt und Sternenzauber wollen wir bedarfsorientiert fortführen. Dabei sollen sich die Händler, Gastronomen und sonstige Beteiligte mit ihren Ideen einbringen.
•    Rheinisches Flair mit lokalen Bands, anstelle teurer, auswärtiger Stars kann zur Attraktivität der Veranstaltungen beitragen.
•    Der Gänseliesellauf soll zukünftig weiterhin unter Führung der Sportgemeinschaft Monheim (SGM) organisiert werden. Die Organisation des Gänselieselmarkts gehört ebenfalls auf den Prüfstand.
•    Wochenmärkte, insbesondere auf dem Eierplatz, sollen gestärkt werden, z. B. durch Maßnahmen wie das Abschalten des Brunnens während der Marktzeiten.

Die CDU bekennt sich zur dezentralen und quartiersnahen Nahversorgung in allen Stadtteilen. Während Millionen in die „Monheimer Mitte“ flossen, wurde der Ernst-Reuter-Platz jahrzehntelang vernachlässigt. Die CDU erinnert daran, dass dort unter CDU-Führung mit der Ansiedlung von Kaufland ein entscheidender Fortschritt gelang. Jetzt braucht es ein neues Konzept, um Leerstände zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Zukunftssichere Gewerbeflächen
Die CDU will die wirtschaftliche Zukunft Monheims sichern, indem sie Gewerbeflächen bedarfsgerecht entwickelt und vermarktet. Das betrifft vor allem:
•    das Gebiet am Kielsgraben
•    den Creative Campus im Süden Monheims

Unser Ziel ist eine Flächenpolitik, die unsere Gewerbetreibenden und Mittelständler in Monheim hält und Neuansiedlungen ermöglicht – ohne überzogene Eingriffe oder spekulative Großprojekte auf Kosten der Allgemeinheit.

 

4.    Stadtplanung für mehr Lebensqualität 
Monheim am Rhein liegt eingebettet in wertvolle Naturräume wie den Monheimer Rheinbogen, die Baumberger Aue, den Knipprather Wald sowie eine Vielzahl an Seen vom Krämer- bis zum Greisbachsee. Diese grüne Lunge unserer Stadt wollen wir erhalten und nicht durch weitere Verdichtung und unbegrenzte Ausweitung des Siedlungsgebietes gefährden. Mit der historischen Altstadt in Monheim, vom Kradepohl bis zum Kirmesplatz, und dem dörflichen Charakter Baumbergs, vom Dorfplatz bis zur Rheinterrasse, bietet Monheim ein hohes Maß an Lebensqualität.
Diese Lebensqualität zu sichern und behutsam weiterzuentwickeln ist das Ziel unserer Stadtplanung.
Monheim zählt rund 45.000 Hauptwohnsitze und knapp 1.000 Nebenwohnsitze – bei einer Bevölkerungsdichte von rund 1.950 Einwohnern/km². Damit ist Monheim die zweitdichtest besiedelte Kommune im Kreis Mettmann. Aus Sicht der CDU ist diese Bevölkerungsdichte ausreichend, um die vorhandene Infrastruktur zu sichern und die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.

Wir sagen klar:
Eine weitere Ausweitung des Siedlungsgebiets über die bestehenden Planungen in Baumberg Ost und Pfingsterfeld hinaus ist nicht wünschenswert. Selbstverständlich respektieren wir den Wunsch nach Um-, Aus- oder Neubauten durch Hausbesitzer. Doch die überzogene Nachverdichtung der letzten Jahre lehnen wir ab.

Stadtentwicklung mit Augenmaß
Die CDU steht für eine Entwicklung, bei der sich Hausbesitzer ebenso wiederfinden wie Mieter. Mit uns wird es:
•    keine viergeschossigen Wohnblocks in Reihenhausgebieten und
•    keine neuen 15-stöckigen Hochhäuser in der Innenstadt geben.

In den noch in Planung befindlichen Außenbereichen wie dem Pfingsterfeld und Baumberg Ost sprechen wir uns für eine aufgelockerte Bebauung aus – statt massiver Verdichtung. 
Gleichzeitig wollen wir grüne Freiräume, Frischluftschneisen und Naturrefugien erhalten. Für uns ist der Flächenverbrauch in Monheim abgeschlossen. Sollte es dennoch notwendig sein, neue Flächen zu überplanen, wollen wir der Natur Flächen zurückgeben – zum Beispiel durch eine naturnahe Entwicklung auf Teilen des Braas-Geländes und östlich der Baumberger Chaussee.

Bayer04-Leistungszentrum: Kein Gewinn für Monheim
Das von Bayer04 geplante Leistungszentrum an der Alfred-Nobel-Straße bietet keinen erkennbaren Mehrwert für die Stadt Monheim. Im Gegenteil: Auf rund 22 Hektar würde ein wertvoller Grünzug zerstört, der als Frischluftschneise und Biotopverbundfläche zwischen Rheinauen und Monbagsee dient.
Zusätzlich sehen wir erhebliche ökologische und gesundheitliche Risiken:
•    Belastung des Grundwassers durch „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) aus Kunstrasenflächen
•    Überhitzung der Umgebung in Sommermonaten durch künstliche Beläge
•    zusätzliche Verkehrsbelastung, Lärm und Lichtemissionen durch Trainings- und Spielbetrieb
Aus diesen Gründen lehnen wir das Bayer04-Leistungszentrum an diesem Standort ab.

Monheimer Mitte – größer denken, aber mit Maß 
Die CDU hat den maßgeblichen Impulsen für die positive Entwicklung der Innenstadt vollumfänglich zugestimmt: Der Öffnung des Rathaus-Centers, der Verlegung der Tiefgarageneinfahrt und der Neuordnung der Wegeführung. Gastronomen und Einzelhändler in Monheimer Tor und Rathaus-Center stärken die Aufenthaltsqualität.
Aber:
Die geplante Erweiterung der Innenstadt mit 4- bis 5-geschossigen Gebäuden für rund 150 Mio. € lehnen wir ab. Es ist nicht Aufgabe der Stadt, als Bauträger für Handel, Wohnen und Büros zu agieren. Wenn dieses Projekt wirtschaftlich tragfähig ist, sollte es auch private Investoren geben.
Wir wollen stattdessen:
•    einen innerstädtischen Park als Gegengewicht zur Versiegelung am Eierplatz und Ingeborg-Friebe-Platz
•    eine moderate, generationengerechte und barrierefreie Wohnbebauung 
•    eine grüne und einladende Gestaltung des Ingeborg-Friebe-Platzes mit ausreichend Sonnenschutz

Berliner Viertel & Ernst-Reuter-Platz: Stadtentwicklung gerecht gestalten
Monheims neue Mitte wollen wir auch für die Menschen im Berliner Viertel erlebbar machen. Dafür werden wir einen nahtlosen Übergang von der Monheimer Mitte zum Ernst-Reuter-Platz schaffen. Erforderlich ist hierfür eine sichere, attraktive Verbindung zwischen den beiden Zentren. Die Unterführung an der Heinestraße ist wenig attraktiv und für Menschen ein Angstraum. Wir werden einen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung dieser Verbindung anregen.
Außerdem brauchen wir ein Entwicklungskonzept für den Ernst-Reuter-Platz und die Friedrichstraße.
Im Berliner Viertel leben rund 11.000 Menschen. Ursprünglich mit großzügigen Grünflächen und Baumstrukturen angelegt, sorgen diese für ein angenehmes Mikroklima – gerade an heißen Tagen.
Deshalb:
•    Keine weitere Nachverdichtung im Berliner Viertel
•    Erhalt der bestehenden Grünflächen und Bäume
Das geplante, millionenteure Kunstprojekt „Blaues Band“ an der Brandenburger Allee lehnen wir ab – es versiegelt weitere Flächen, verursacht hohe, laufende Kosten für Betrieb und Instandhaltung und bringt wenig konkreten Nutzen für die Menschen vor Ort. Zahlreiche Bäume sollen dafür weichen.
Unser Gegenvorschlag:
•    Das Geld stattdessen für Grünpflege, Aufwertung der Grünstreifen und schnelle Sperrmüllbeseitigung einsetzen.

Altstadt: Barrierefreiheit und Ausgleich schaffen
Das Zugangskonzept zur Altstadt rund um die Fußgängerzone Turmstraße wollen wir überprüfen. Ziel ist ein fairer Ausgleich zwischen Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbe, Gastronomie und Gästen. Auch die Pflasterung wird in den Blick genommen – insbesondere mit Blick auf barrierefreie Mobilität mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen.

Weitere Maßnahmen:
•    Bedarfsgerechter Ausbau von Kitas und Schulen in modernen, zukunftsfähigen Gebäuden für alle Monheimer Kinder
•    Grundlegende Sanierung der Aula am Berliner Ring
•    Fortführung der Satzung zur Förderung denkmalgerechter Sanierungen
•    Einführung einer neuen Förderrichtlinie „Bauen mit Grün“ (begrünte Dächer, Fassaden, PV-Anlagen)
•    Sanierung der Henkeldeponie und ökologische Entwicklung des südlichen Bereichs als Biotopverbund („Grüne Acht“)
•    Gewerbeflächen im nördlichen Bereich der sanierten Henkeldeponie primär für den lokalen Mittelstand vorhalten (Norden)

 

5.    Mobilität – vernetzt, realistisch, zukunftsfähig
Monheim liegt mit seinen Ortsteilen Monheim und Baumberg in zentraler Lage am Rhein – mitten in der Metropolregion Köln/Düsseldorf. Die hervorragende Anbindung an diese Großräume per Auto, ÖPNV oder Fahrrad ist für unsere Stadt ein großer Standortvorteil. Für Berufspendlerinnen und -pendler ebenso wie für das örtliche Gewerbe ist Mobilität ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke.
Auch innerhalb der Stadt muss Mobilität zuverlässig funktionieren – zwischen den Stadtteilen, den Quartieren und zu den öffentlichen Einrichtungen.
Für die CDU steht fest: Mobilität gelingt nur im Miteinander der Verkehrsträger – nicht durch ein Gegeneinander. Auch wenn der ÖPNV weiter ausgebaut wird, bleiben viele Menschen aus beruflichen oder privaten Gründen auf das Auto angewiesen.

Straßenverkehr: Koordiniert und anpassungsfähig
•    Straßen- und Kanalbaumaßnahmen wollen wir besser koordinieren – großflächige, gleichzeitige Baustellen gilt es zu vermeiden
•    Wir werden darauf achten, dass die Stadt bei der Baustellenplanung auch überörtliche Entwicklungen wie die A59-Sperrung mitdenkt
•    Wir werden  zur besseren Anbindung von Baumberg-Ost die Europaallee ohne Busschleuse nach Süden an das Straßennetz anschließen
•    Die bestehende Busschleuse an der Benrather Straße werden wir entfernen
•    Wir werden sicherheitsrelevante Verkehrsspiegel an unübersichtlichen Kreuzungen, wie z. B. an der Schwanenstraße, wieder aufstellen

Radverkehr: Realistisch ausbauen, gezielt verbessern
•    Der Verkehrsknoten Berghausener Straße / Baumberger Chaussee soll ausgebaut werden u.a. mit verlängerten Abbiegestreifen und Fortsetzung des Radschnellwegs auch über diesen Verkehrsknoten
•    Trotz hoher Investitionen für den Radschnellweg wird dieser bisher kaum genutzt. Wir wollen die innerstädtischen Radwege aufwerten. Vorrang hat dabei die Sanierung stark genutzter Strecken, etwa an der Bleer Straße.

Fußverkehr: Barrierefrei und generationengerecht
Auch zu Fuß mobil zu sein, muss in Monheim für alle Altersgruppen sicher und komfortabel möglich sein. Besonders ältere Menschen benötigen ebene, barrierefreie Wege.
•    Der neue Pflasterstein in der Altstadt ist für viele – gerade mit Rollator – ein Hindernis. Die CDU spricht sich klar gegen die weitere Verwendung dieses Pflastersteins aus. Die Optimierung des vorhandenen Belags werden wir prüfen
•    Wir werden die Wegeverbindung zwischen Baumberger Rheinterrasse und Kielsgraben zur Uferpromenade ausbauen
•    Wir wollen zusätzliche Bänke und Mülleimer an öffentlichen Wegen

Elektromobilität fördern – privat und dezentral
Die E-Mobilität ist ein Teil der Zukunft. Doch nicht jeder hat eine Lademöglichkeit an seiner eigenen Garage oder seinem Stellplatz.

•    Wir wollen städtische Förderprogramme, um Lademöglichkeiten auf privaten Garagenhöfen und Parkplätzen zu schaffen. Öffentliche Mittel sollen gezielt dort helfen, wo keine andere Lademöglichkeit besteht

Parken: Realistisch planen, gerecht gestalten
•    Monheim wird auch in Zukunft ausreichend Parkraum benötigen.
•    Für Neubauten fordern wir die Wiedereinführung eines Parkraumschlüssels von 1,5 Stellplätzen pro Wohneinheit – zur Entlastung des öffentlichen Raums
•    Die CDU setzt sich für eine überarbeitete Gestaltung der Krischerstraße in Monheim und der Hauptstraße in Baumberg ein:
o    Austausch schlecht sichtbarer Fahrradständer
o    sichere Anordnung der Parkplätze zur Unfallvermeidung
•    Die geplante Neugestaltung der Geschwister-Scholl-Straße ist vor diesem Hintergrund zu überarbeiten:
o    Verbesserte Anordnung der Bushaltestellen vor den Kreisverkehren
o    Keine rechtwinklig zur Fahrbahn angelegten Parkplätze
•    Wir wollen, dass Parken in Monheim kostenfrei bleibt. Fehlverhalten, wie Parken im Halteverbot oder Kreuzungsbereich, werden wir jedoch konsequent verfolgen
•    Eine flächendeckende Reduzierung von Stellplätzen, wie etwa beim Umbau des Gartzenwegs, lehnen wir ab
•    Wir verzichten auf Enteignungen für eine „Quartiersgarage“ in der Altstadt 
•    Wir werden die Stadtauto-Station auf dem Rathausparkplatz verlegen, da dieser Platz dringend für die Besucherinnen und Besucher des Rathauses benötigt wird. Dem privaten Anbieter der Fahrzeuge wollen wir einen alternativen Standort anbieten

ÖPNV: Bedarfsgerecht, flexibel, bürgernah
Die CDU setzt sich für einen leistungsfähigen, bürgerfreundlichen Nahverkehr ein.

Das Liniennetz der BSM wurde zuletzt mehrfach verändert – mit negativen Folgen für z. B. Alt-Baumberg, das in Teilen nicht mehr angebunden ist
•    Wir fordern eine bedarfsgerechte Überarbeitung des Liniennetzes – ggf. auch mit flexiblen Angeboten wie E-Kleinbussen auf schwach frequentierten Strecken
Autonomer Bus: Prestigeprojekt ohne Nutzen
•    Der autonome Bus behindert den Verkehrsfluss in der Innenstadt und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Wir werden den Betrieb des autonomen Busses beenden. Bedarfsangepasst können elektrisch angetriebene Kleinbusse die Monheimer Mitte mit der Altstadt verbinden.
•    Dadurch freiwerdendes Personal kann in den regulären Busbetrieb überführt werden und trägt damit zur Zuverlässigkeit des Linienverkehrs bei.
•    Die weitere Nutzung der Lade-Halle auf dem Schützenplatz Am Werth werden wir prüfen.
Reisebus und Oldtimerbus: Nicht Aufgabe der Stadt
•    Die BSM betreibt derzeit einen Reisebus und einen Oldtimerbus – beides ist keine kommunale Aufgabe. Wir wollen diese Angebote beenden und privaten Anbietern überlassen.
Fahrradverleih: privatisieren – statt schlecht betreiben
Das aktuelle städtische Verleihsystem funktioniert schlecht: Räder fehlen, das Betreiberkonzept ist unausgereift.
•    Wir wollen eine Privatisierung des Fahrradverleihs – professionell und wirtschaftlich. 
Pendler stärken: sichere Abstellmöglichkeiten
•    An den S-Bahnhöfen Langenfeld und Düsseldorf-Hellerhof werden wir weitere Fahrradboxen installieren.
•    Am S-Bahnhof Langenfeld-Berghausen wollen wir einen Aufzug.
•    Wir werden mit unseren Nachbarstädten zusammenarbeiten und nötige Maßnahmen – wenn erforderlich – auch mit Monheimer Mitteln unterstützen.

E-Roller: sinnvoll, aber nur mit klarer Ordnung
Privatwirtschaftlich betriebene E-Roller können die Mobilität ergänzen – aber nur unter klaren Bedingungen. Wild abgestellte Roller gefährden insbesondere nachts die Sicherheit auf Rad- und Gehwegen.
•    Die CDU setzt sich daher für ein stationsgebundenes E-Roller-System ein.

 

6.    Klimaneutrale und an den Klimawandel angepasste Stadt
Die CDU Monheim steht weiterhin zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035. Dabei wollen wir unsere Stadt auch konkret auf den Klimawandel vorbereiten, um die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Handlungsfähigkeit der lokalen Wirtschaft dauerhaft zu sichern.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz stärken
In Monheim stammen erneuerbare Energien bisher vor allem aus Photovoltaik und Windkraft. Diese Potenziale wollen wir systematisch weiterentwickeln.
•    Alle städtischen Liegenschaften sollen verpflichtend auf PV-Eignung geprüft und gegebenenfalls entsprechend angepasst werden (z. B. Dachausrichtung, Flächenoptimierung).
•    Wir wollen PV-Anlagen auch auf den Dächern in der Altstadt ermöglichen und werden die örtlichen Satzungen an die novellierte Bundesgesetzgebung anpassen, die keinen Gegensatz sieht zwischen Energiegewinnung und Denkmalschutz.  
•    Die Stadt und die MEGA sollen die private Nutzung von PV-Anlagen auf Dächern und Balkonen gezielt fördern – auch in der Altstadt. 
•    Die CDU unterstützt die durch die Regionalplanung empfohlenen vier Windkraftstandorte im Stadtgebiet. Mit uns wird es jedoch keine weitere Windkraftanlage im Knipprather Wald geben.
•    Für mehr Akzeptanz und Bürgerbeteiligung setzen wir auf Bürgerwindparks, bei denen alle Einwohner Anteile erwerben und direkt profitieren oder Verantwortung übernehmen können.
•    Die CDU spricht sich gegen Freiflächen-Photovoltaikanlagen aus, insbesondere solange es noch genügend nichtgenutzte städtische Dachflächen gibt.
•    Die Umstellung der BSM-Busflotte auf alternative Antriebstechnologien (Elektro oder Wasserstoff) soll konsequent fortgesetzt werden.

Fernwärme: effizient, nachhaltig, zukunftsfähig
Das bestehende Fernwärmenetz weist hohe Energieverluste und nur einen geringen regenerativen Anteil auf – hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die CDU will:
•    strukturelle Verbesserungen an den Fernwärmenetzen zur Effizienzsteigerung
•    nachhaltige Lösungen für Umwelt und Kunden
•    die Machbarkeit einer Wärmepipeline zwischen UNIFERM und dem Heizkraftwerk Monheim-Süd prüfen – als Beitrag zur lokalen Wärmewende

Klimafolgenanpassung: Schutz und Vorsorge
Die zunehmende Überhitzung innerstädtischer Räume ist eine konkrete Herausforderung. Die CDU setzt auf gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung:

Frischluftschneisen und Biotopverbund sichern
•    Wir werden Frischluftschneisen erhalten und in Planungen berücksichtigen – insbesondere in Hauptwindrichtung.
•    Wir wollen Wärmekarten erstellen und deren Berücksichtigung bei der Stadtplanung einfordern. Dadurch werden zukünftig Fehlentwicklungen vermieden, wie die Errichtung der „Rheinkiesel“ am Kopf der Krischerstraße, die eine wichtige Frischluftschneise unterbrechen.
•    Die „Grüne Acht“, das grüne Band zwischen und um die Ortsteile, ist für Erholung, Luftzirkulation und Biodiversität essenziell. Sie wurde in der Vergangenheit zu oft zugunsten anderer Nutzungen verdrängt. 
•    Wir fordern: Kein weiterer Flächenverbrauch in diesen Bereichen. Stattdessen Erhalt und punktueller Ausbau der Grünen Acht.

Keine Bebauung im regionalen Grünzug
Aus diesem Grund lehnt die CDU auch weiterhin das geplante Bayer04-Leistungszentrum im Monheimer Süden ab – es würde den regionalen Grünzug massiv beeinträchtigen. 
 
Stadtgrün schützen, fördern und sichtbar machen
Grünflächen in der Stadt verbessern das Mikroklima, verhindern Hitzeinsel, bieten Erholung und fördern die Artenvielfalt. Die CDU fordert:

•    Ortsnahe Ersatzpflanzung bei Baumfällungen auf städtischem Gelände – wir werden die oft gegenteilige Praxis der Stadt beenden.
•    Die CDU will die städtebaulichen Rahmenbedingungen so gestalten, dass Grünflächen erhalten bleiben – auch bei Bauprojekten.
•    Flächenentsiegelung und die Umwandlung versiegelter Areale in Grünbereiche wollen wir aktiv fördern.
•    Auf Straßen, Plätzen und Wegen werden wir gezielt für Beschattung und Begrünung sorgen – etwa durch Bäume, Pergolen oder Rankstrukturen.
•    Die CDU will, dass Begrünung von Dach- und Fassadenflächen praxisgerecht gefördert wird.
•    Auch Kreisverkehre, Verkehrsinseln oder Lärmschutzanlagen wollen wir – wo immer möglich – bepflanzen und ökologisch aufwerten.
Ein Vorschlag: Die Einführung einer „Baum des Jahres“-Allee, in der die Stadt sich jährlich verpflichtet, entsprechende Bäume öffentlich zu pflanzen.

Wasserhaushalt schützen – Starkregen begegnen
Starkregenereignisse nehmen zu – mit teils gravierenden Folgen für Kanäle und Infrastruktur.
•    Die CDU will die Versickerung von Niederschlagswasser auf privaten Grundstücken bei Neubauten erleichtern und fördern und bereits bestehende Versickerung weiter ermöglichen. Ziel ist es, das Kanalnetz zu entlasten und Überschwemmungen vorzubeugen. 

Hitzeschutz für alle – auch in sozialen Räumen
Hitzewellen treffen nicht alle gleich – insbesondere ältere Menschen oder gesundheitlich beeinträchtigte Personen brauchen Schutz.
•    Wir fordern: Ausweisung von kühlen öffentlichen Rückzugsorten für extreme Hitzetage – z. B. in öffentlichen, klimatisierten Gebäuden.
•    Wir wollen, dass die Stadt Informationsmaterial zur Hitzeschutzvorsorge bereitstellt – mit Tipps zum Verhalten, zur Gesundheitsvorsorge und zum Umgang mit Risikogruppen.

 

7.    Kinderbetreuung, Schule und Bildung
Monheim will „Hauptstadt für Kinder“ sein – das muss sich auch in der Bildung und Betreuung widerspiegeln. Die CDU steht für eine hochwertige, verlässliche und beitragsfreie Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Unser Ziel ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Eltern zu fördern und alle Kinder von Anfang an qualifiziert zu begleiten – auf ihrem Weg in eine gute Zukunft.

Bildung ist mehr als Schule
Bildung in öffentlichen Einrichtungen beginnt mit der frühkindlichen Förderung in der Kindertagesstätte oder Tagespflege. Es folgen Grundschule, weiterführende Schule, berufsbildende Schulen oder Studium. Ergänzt wird dies durch Erwachsenenbildung (Volkshochschule), Musik- und Kunstschule und weitere Kultureinrichtungen. In Monheim begleiten das Präventionsnetzwerk Mo.Ki – Monheim für Kinder sowie das Mo.Ki-Familienzentrum Kinder, Jugendliche und Eltern. Es ist ein wertvolles System, das wir erhalten und stärken werden.
Nach Einschätzung der CDU ist Monheim jedoch in einigen Bildungsbereichen noch nicht optimal aufgestellt. Wir wollen die bestehenden Stärken ausbauen und Lücken schließen.

Frühkindliche Bildung: Qualität sichern, Betreuung garantieren
•    Das Mo.Ki-Familienzentrum mit seinen Angeboten für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 3 Jahre ist ein zentraler Baustein frühkindlicher Bildung. Wir wollen, dass die  erfolgreiche Arbeit dort fortgesetzt wird.
•    Die Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten, Kindertagespflege und Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich bleibt mit der CDU bestehen. 
•    Abhängig von der Haushaltskonsolidierung wollen wir das Mittagessen in den Schulen und Kitas mittelfristig wieder bezuschussen.
•    Wir setzen uns für eine höchstmögliche Qualität der Betreuung in Kitas und der Tagespflege ein.
•    Der Fachkräftemangel soll durch gezielte Anwerbemaßnahmen und finanzielle Anreize verringert werden.
•    Die Kita-Bedarfsplanung muss vorausschauend erfolgen – Wir wollen Überbelegungen und Übergangslösungen mit Containern verhindern.
•    Die Tagespflege ist ein gleichwertiges Angebot zur Kita. Die Stadt muss ein verlässlicher Partner für Tagesmütter und -väter sein – mit klarer Regelung der Vertretung bei Ausfall.
•    Ein sehr wichtiges Ziel der frühkindlichen Bildung ist, dass alle Kinder bis zur Einschulung ausreichend Deutsch sprechen. Dafür braucht es Schulungsprogramme für qualifiziertes Personal mit gezielter Sprachförderung als Schwerpunkt.

Grundschulen: Vielfalt bewahren, Qualität sichern
In den vergangenen Jahren wurden mehrere Grundschulen neu gebaut oder umfassend modernisiert. Die beiden neuen Grundschulen im Pfingsterfeld (Monheim) und an der Bregenzer Straße (Baumberg) bereichern die Bildungslandschaft. Monheim bietet heute eine Vielfalt pädagogischer Konzepte: von traditionellem Unterricht bis zum rhythmisierten Ganztag, mit oder ohne elektronische Geräte.
•    Vielfalt ist gewünscht. Deshalb wir wollen die Konzepte regelmäßig gemeinsam mit Schulen, Trägern und Eltern evaluieren und bei Bedarf anpassen.
•    Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die Nutzung von Handys auf dem Schulgelände im Sinne des Lernerfolgs einheitlich und klar geregelt wird.

Ganztagsbetreuung: Verlässlich und flexibel
•    Alle Grundschulen bieten mittlerweile offene, gebundene oder rhythmisierte Ganztagsangebote mit Betreuung bis 15 oder 16 Uhr. Das ist für viele Familien eine wertvolle Unterstützung im Alltag – diese Angebote wollen wir sichern.
•    Zugleich sehen wir die Eltern, die ihre Kinder am Nachmittag selbst betreuen möchten. Deshalb werden wir eine Bedarfsanalyse gemeinsam mit den Schulen und den Trägern der Ganztagsbetreuung anstoßen und bedarfsorientierte Lösungen entwickeln lassen. 
•    Die Qualität der Betreuung in den verschiedenen Ganztagskonzepten muss sichergestellt werden. Es braucht mehr qualifiziertes Personal, nicht nur mehr Plätze.

Schulgelände ausschließlich für Bildungszwecke nutzen
•    Schulgelände sind Lernorte – und damit keine geeigneten Standorte für Unterkünfte oder anderweitige Nutzungen.
•    Die CDU spricht sich deshalb für eine alternative Lösung und den Abbau der Container auf dem Gelände des Schulzentrums Lottenstraße aus.

Weiterführende Schulen: Investitionen sichern Chancengerechtigkeit
Monheim hat ein Gymnasium und zwei Gesamtschulen.

•    Die CDU unterstützt den Neubau der Gesamtschule am Berliner Ring.
•    Wir werden die Modernisierung und Erweiterung des Otto-Hahn-Gymnasiums verfolgen, sobald es die städtische Haushaltslage zulässt.
•    Wir werden dafür sorgen, dass alle weiterführenden Schulen über eine zeitgemäße Ausstattung verfügen – digital, räumlich und personell.

 

8.    Senioren – gut leben im Alter
In Monheim am Rhein sollen sich Menschen jeden Alters zuhause fühlen – besonders auch unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Rund 30 % der Bevölkerung sind 60 Jahre oder älter. Viele von ihnen haben unsere Stadt aufgebaut, geprägt und mitgestaltet. 
Wir wollen, dass Monheim seniorenfreundlicher wird und das auch stolz nach außen trägt.
Die CDU setzt sich dafür ein, dass Monheim auch im Alter ein verlässlicher, lebenswerter und sicherer Ort bleibt.
Wir stehen für eine seniorengerechte Stadtentwicklung, die Teilhabe, Mobilität, Gesundheit und menschliche Nähe fördert. Dabei denken wir generationenübergreifend – denn das gute Miteinander stärkt unsere gesamte Stadtgesellschaft.

Selbstbestimmtes Wohnen im Alter ermöglichen
•    Wir werden alternative Wohnformen wie Senioren-WGs, betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser fördern.
•    Wir werden Projekte, die generationenübergreifendes Wohnen und gegenseitige Hilfe ermöglichen unterstützen.

Pflege stärken – Angehörige entlasten
Tagespflegeeinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger. 
•    Die CDU will Träger bei der Bereitstellung zusätzlicher Tagespflegeplätze aktiv unterstützen.
•    Wir setzen uns für die Einrichtung eines Hospizes in Monheim ein – in Kooperation mit engagierten privaten Trägern.

Beratungsangebot ausbauen
•    Wir wollen die Einrichtung einer Rentenberatungsstelle mit Datenzugang zur Rentenversicherung und kompetenter persönlicher Beratung – verlässlich, wohnortnah und mit festen Öffnungszeiten.
•    Wir werden ein städtisches Seniorenbüro im Rathaus als zentrale Anlaufstelle für Informationen, Beratung und Vermittlung einrichten.
•    Wir werden einen umfassenden Senioren-Kompasses bereitstellen –  als Broschüre und online, mit allen relevanten Angeboten, Kontakten und Hilfestellungen für unsere Seniorinnen und Senioren.

Soziale Teilhabe fördern – Einsamkeit vorbeugen
Einsamkeit im Alter ist ein wachsendes gesellschaftliches Thema. Wenn der Partner oder die Partnerin verstirbt, Freundeskreise kleiner werden und Mobilität nachlässt, wollen wir neue Formen der Begegnung ermöglichen.
•    Die CDU wird quartiersnahe Begegnungsstätten schaffen, die Seniorinnen und Senioren niedrigschwellig besuchen können – täglich, ohne Anmeldung. Auch kleine, dezentrale Formate sollen gezielt gefördert werden – mit Raum für Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und Austausch.

Vernetzung ehrenamtlicher Seniorenarbeit stärken
•    Unterstützung der drei ZWAR-Gruppen (Zwischen Arbeit und Ruhestand) in Monheim. Diese Gruppen bieten Menschen ab 55 Jahren die Möglichkeit, sich zu vernetzen, aktiv zu bleiben und neue soziale Kontakte zu knüpfen. 
•    Die CDU sieht in solchen selbstorganisierten Netzwerken einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität im Alter – und wird diese Strukturen weiter stärken.


9.     Sicherheit und Ordnung

Sauberkeit verbessern
Die CDU Monheim hat ein klares Problembewusstsein im Bereich der Pflege öffentlicher Flächen und setzt sich für wirksame Lösungen ein. 
•    Wir fordern eine personelle Aufstockung am Betriebshof und für das gesamte Stadtgebiet die Einführung fester Verantwortungsbereiche. So sollen entsprechende Teams für „ihre“ Grünflächen Verantwortung übernehmen – für mehr Identifikation und Pflegequalität.
•    Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) soll konsequenter gegen illegale Müllentsorgung und sogenannte „Müllfledderei“ vorgehen – auch durch die Anwendung eines kommunalen Bußgeldkatalogs. Unser Ziel: Ordnung und Sauberkeit in allen Quartieren unserer Stadt. Besonders im Monheimer Süden erwarten wir dadurch eine spürbare Verbesserung der Müllsituation.
Wir setzen uns darüber hinaus ein für:
•    eine regelmäßige Kontrolle des Reinigungszustands öffentlicher Plätze, Parkflächen, Kreisverkehre und Ortseinfahrten inklusive Böschungen
•    konsequentes Vorgehen gegen wilde Müllplätze und ausufernde Sperrmüllabladungen
•    eine effektivere Straßenreinigung, insbesondere durch den Einsatz von „Beikehrern“ und die Reinigung von Parktaschen
•    mehr Papierkörbe – überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind, etwa am Rheinufer, sowie verpflichtend an jeder Sitzbank
•    konsequente Bekämpfung des Rattenproblems
•    die regelmäßige Kontrolle von Spielplätzen, Spielgeräten und Sandkästen auf Beschädigungen und Verschmutzung
•    Entlastung des Betriebshofs durch Vergabe der Grünpflege (z. B. Kreisverkehre) an örtliche Garten- und Landschaftsbauer, die im Gegenzug werblich auf ihre Arbeit hinweisen dürfen
Saubere und gepflegte Orte laden zum Verweilen ein, fördern das Miteinander und stärken das Sicherheitsgefühl – gerade auch für ältere Menschen, Kinder und Familien. Sie tragen dazu bei, dass kein öffentlicher Raum verwaist.

Präsenz zeigen – Sicherheit stärken
Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist ein bundesweit bewährtes Instrument für mehr Sicherheit und Ordnung und wurde erfolgreich in Monheim am Rhein durch die CDU eingeführt. Seine sichtbare Präsenz wirkt präventiv gegen Einbrüche, Vandalismus, Straßenkriminalität und andere Ordnungswidrigkeiten, denn Regeln werden nur dann respektiert, wenn sie durchgesetzt werden. Daher fordern wir:
•    mehr Personal für den KOD
•    bessere Erreichbarkeit des Ordnungsamtes– auch in den Abendstunden und am Wochenende
•    Konzentration auf die Kernaufgaben des KOD, statt Übernahme von Aufgaben wie Überwachung von ruhendem und fließendem Verkehr – für diese Aufgaben werden wir spezielles Fachpersonal vorsehen
•    Abschaffung des städtischen Abschleppwagens, denn für Abschleppdienste gibt es private Anbieter
•    eine enge Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Ordnungsdienst
•    verbesserte Koordination mit der Kreispolizeibehörde
Die Einführung eines kommunalen Bußgeldkatalogs schafft klare Regeln und Rechtssicherheit für Bürgerinnen und Bürger wie für die Verwaltung. Die Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs soll ausschließlich durch hierfür geschultes Fachpersonal erfolgen.
Sanktionen allein reichen aber nicht aus. Deshalb setzen wir ergänzend auf Prävention durch:
•    den verstärkten Einsatz von Streetworkern, Jugendarbeit und Quartiersmanagement
•    Projektarbeit mit Vereinen, Initiativen und sozialen Trägern
Unser Ansatz: Prävention, wo möglich – Konsequenzen, wo nötig.

Feuerwehr und Hilfsorganisationen stärken
Wir sehen den Schutz der Bevölkerung als unverzichtbare Kernaufgaben einer Stadt. 
Das Löschwesen in Monheim am Rhein befindet sich auf vergleichsweise hohem Niveau. Wollen wir das erhalten und gemäß Brandschutzbedarfsplan ausbauen. Die seit Jahren von der CDU geforderte und nun endlich erfolgte Aufschaltung auf die Kreisleitstelle stellt eine deutliche Effizienzsteigerung dar. Die CDU wird unsere freiwillige Feuerwehr auch in Zukunft fördern und stärken. 
Die CDU misst der geplanten und lange überfälligen Einrichtung eines gemeinsamen Hauses der Hilfsorganisationen hohe Priorität bei. Es soll als zentrale Anlaufstelle für Feuerwehr, Rettungsdienste und weitere Organisationen dienen – funktional, modern und zukunftssicher. Wir werden eine schnellstmögliche Umsetzung einleiten.


10.    Soziales

Soziale Infrastruktur stärken – Ehrenamt unterstützen
Die soziale Infrastruktur unserer Stadt wird maßgeblich getragen von kirchlichen und freien Trägern, sozialen Verbänden, Vereinen und einer Vielzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen. Dieses Engagement ist das „freundliche Gesicht“ unserer Stadtgesellschaft. Es steht für Solidarität, Menschlichkeit und Zusammenhalt – und macht Monheim am Rhein zu einem lebens- und liebenswerten Ort für alle Generationen.
Ob für Bedürftige, Geflüchtete oder Menschen in schwierigen Lebenslagen: Die sozialen Träger leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit. Gleichzeitig ermöglichen sie durch vielfältige Freizeit- und Begegnungsangebote – etwa in offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, auf dem Abenteuerspielplatz, bei kirchlichen Jugendfreizeiten, in Beratungsstellen oder Seniorentreffs – Prävention gegen Einsamkeit, Ausgrenzung und soziale Spannungen.
Die CDU Monheim will diese zivilgesellschaftlichen Strukturen stärken – nicht ersetzen. Die Stadt soll dort Angebote schaffen, wo es Lücken gibt, aber nicht in Konkurrenz zu bewährten und funktionierenden Einrichtungen treten. Ehrenamt und freie Träger verdienen Förderung, Unterstützung und Vertrauen statt Bürokratie oder Verdrängung.

Schutz vor sexueller Gewalt – Beratungsstelle erhalten
Sexualisierte Gewalt, insbesondere im digitalen Raum, nimmt zu – mit verheerenden Folgen für die Betroffenen. Die CDU Monheim setzt sich deshalb klar für den Erhalt der Beratungsstelle für Opfer von sexualisierter Gewalt ein. Diese Einrichtung leistet wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit und bietet betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen konkrete Hilfe.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Beratungsarbeit auch in Zukunft verlässlich finanziert und gesichert wird – zum Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft.

Geflüchtete menschenwürdig unterbringen – Belastungen fair verteilen
Wir sehen in unserem christlich geprägten Menschenbild die Verantwortung, Menschen, die vor Krieg, Verfolgung oder Not fliehen, angemessen unterzubringen. Dabei setzen wir uns für eine dezentrale Unterbringung ein, die Integration erleichtert und soziale Spannungen verringert. Sammelunterkünfte sollen ausschließlich als Übergangslösung dienen.
Die aktuelle Containeranlage auf dem Gelände des Lottenschulzentrums ist aus Sicht der CDU nicht dauerhaft tragbar. Drei Schulen auf engstem Raum und zusätzlich eine Sammelunterkunft führen zu unzumutbaren Belastungen – für alle Beteiligten. Wir setzen uns deshalb für eine alternative Lösung zur Erstaufnahme ein, die sowohl den Bedürfnissen der Geflüchteten als auch den berechtigten Interessen der Schulgemeinschaften gerecht wird.

 

11.    Monheim gemeinsam – Vereine und Ehrenamt

Dialog auf Augenhöhe
Ein gutes Miteinander beginnt mit dem Gespräch. Für die CDU Monheim ist Bürgerbeteiligung keine Pflichtübung, sondern gelebte Praxis – auch über Wahlen hinaus. Unsere Kandidatinnen, Kandidaten und Ratsmitglieder sind für Sie ansprechbar: persönlich, digital und vor Ort.

Ehrenamt fördern – nicht verdrängen
Monheim lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger – in Vereinen, Verbänden, Kirchen- und Moscheegemeinden und sonstigen Initiativen. Dieses Ehrenamt verdient Respekt, Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen.
Unser Grundsatz lautet: So viel Stadt wie nötig, so viel private Initiative wie möglich. Wir wollen, dass die Stadt Ehrenamt ermöglicht – nicht ersetzt. Projekte wie der Gänselieselmarkt, das Stadtfest oder Gedenkveranstaltungen gehören in die Hände engagierter Bürgerinnen und Bürger, nicht in städtische Regie, in die Hände externer Agenturen oder teurer Dienstleister.
Wir wollen:
•    bestehende Vereinsarbeit stärken statt in Konkurrenz zu treten
•    eine Verwaltung, die wieder aktiv mit engagierten Akteuren zusammenzuarbeitet
•    Projekte, die unter städtische Regie geraten sind, an geeignete Vereine oder Initiativen zurückgeben

Vereinsförderung neu denken
Monheim zählt über 150 Vereine – vom Sport bis zum Brauchtum. Diese Vielfalt ist Ausdruck einer lebendigen Bürgergesellschaft. Um sie zu erhalten, setzen wir uns ein für:
•    verlässliche und transparente Förderregeln
•    einfache Antragsverfahren
•    den Erhalt der pauschalen Vereinsförderung durch die Sparkassenstiftung
•    eine neue Maxi-Projektbörse, die ergänzend zur Mini-Projektbörse größere und wiederkehrende Projekte unterstützt. Für die Maxi-Projektbörse wird ein unabhängiges Vergabegremium mit Vertretern aus Politik und Vereinswelt eingerichtet.
•    Die Ausgabe von Fair-Trade-Kamellen wird eingestellt. Den Karnevalsvereinen wird stattdessen direkt der bisherige Einkaufswert ausgezahlt. Die Vereine können dann für diesen Betrag in Eigenverantwortung selbst Kamelle einkaufen. Eine Vorgabe für einen bestimmten Anbieter wird es mit uns nicht mehr geben.
Das nötige Budget kann durch Einsparungen bei bisher städtisch durchgeführten Veranstaltungen bereitgestellt werden.

Integration durch Beteiligung
Wir wollen gezielt Kinder und Jugendliche für ehrenamtliches Engagement begeistern: ob in der Freiwilligen Feuerwehr, der DLRG oder weiteren Hilfs- und Rettungsdiensten, in Sport- und Freizeitvereinen, kulturellen Vereinen, sozialen Vereinen oder auch Naturschutzvereinen. Das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft gegenseitiges Verständnis.

 

12.    Kultur mit Augenmaß – Vielfalt erhalten, Haushalt sichern

Kultur für alle – aber verantwortungsvoll
Kultur ist Lebensqualität. Wir wollen, dass Menschen, die in Monheim wohnen und arbeiten, auch kulturell etwas erleben können – vielfältig, nah und leicht zugänglich. Die CDU steht für ein lebendiges Kulturangebot in unserer Stadt.
Gleichzeitig braucht es klare Prioritäten: Angesichts der Haushaltslage, der notwendigen Haushaltssicherung und der deutlich erhöhten Grundsteuer dürfen neue Vorhaben nur noch mit Augenmaß umgesetzt werden. Kulturelle Leuchtturmprojekte dürfen nicht zu dauerhaften Zuschussbetrieben werden. Wir wollen Kultur fördern – aber finanzierbar und bürgernah.

Private Initiativen fördern – nicht verdrängen
Wir wollen private und ehrenamtliche Kulturinitiativen vorrangig fördern. Die Stadt soll nur dort aktiv werden, wo kein privates Angebot vorhanden ist. Sie darf mit städtischen Mitteln nicht in Konkurrenz zu privaten Initiativen treten – etwa durch eigene Veranstaltungen oder parallel aufgebaute Formate.
Klar ist: Ein städtisch subventioniertes Kino in der Altstadt ist überflüssig, solange das privat geführte Emotion-Kino ein breites und vielfältiges Programm bietet. Zusätzliche Angebote können bei Bedarf durch das Bürgerkino im Sojus 7 abgedeckt werden. Das Gebäude an der Turmstraße 21 soll als veredelter Rohbau ohne Anbau vermarktet werden, zum Beispiel für Gastronomie. Das Karnevalsmuseum könnte thematisch passend im Foyer der Tanzhalle untergebracht werden.

Projekte mit Augenmaß – Prioritäten im Haushalt
Spezialisierte Projekte mit hoher Kostenbelastung und geringer Reichweite wollen wir angesichts der Haushaltslage nicht fortführen. Deshalb fordert die CDU:
•    Schließung des Kunsthauses und Vermarktung der Immobilie
•    Streichung der Triennale
•    Veräußerung der Villa am Greisbachsee
Die mit der Triennale verbundenen Angebote für Kinder und Jugendliche wollen wir im Sojus 7 fortführen.
Wir lehnen außerdem einen repräsentativen Neubau für das Stadtarchiv auf dem Rathausparkplatz ab – dieser wird dringend als Parkraum benötigt. Eine zweckmäßige, kostenbewusste Alternative, auch für den in Aussicht gestellten Nachlass von Ulla Hahn, an anderem Standort werden wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den beteiligten Privatpersonen erarbeiten.  

Mack-Pyramide – keine weitere Zuschussruine
Der geplante Umbau der Mack-Pyramide würde nach aktuellem Stand rund 50 Mio. Euro kosten, finanziert über Kredite. Das Projekt ist weder wirtschaftlich noch notwendig. Wir wollen den Umbau stoppen und die Immobilie veräußern.

Kulturraffinerie 714 – solide Betriebsbasis schaffen
Der Bau der Kulturraffinerie 714 ist weit fortgeschritten und soll abgeschlossen werden. Doch bereits jetzt ist klar: Der jährliche Zuschussbedarf wird erheblich steigen. Für Zins und Abschreibungen von rd. 170 Mio. € fallen jährlich 8-10 Mio. € an, hinzu kommen Personal- und Betriebskosten in zweistelliger Millionenhöhe. 
Wir wollen:
•    ein tragfähiges Betriebsmodell mit externer Unterstützung durch Sponsoren oder Partner entwickeln
•    bei ausbleibendem Erfolg auch eine Privatisierung oder Nutzungsänderung in Betracht ziehen
Das dazugehörige Parkhaus ist überdimensioniert. Bleibt die Auslastung gering, werden wir alternative Nutzungskonzepte prüfen.

Kyiv Symphony Orchestra – nur mit gesicherter Finanzierung
Das Kyiv Symphony Orchestra bereichert die Monheimer Kulturlandschaft und ist ein Zeichen internationaler Solidarität. Unsere Zustimmung zur Ansiedlung war jedoch klar an die sichere Finanzierung durch Dritte geknüpft. Da bislang zugesagte Mittel von Bund und Land ausbleiben, ist die weitere Finanzierung aus dem städtischen Haushalt nicht zu rechtfertigen. Nur mit privaten oder externen Geldgebern kann das Orchester weiter finanziert werden.

Kunst im öffentlichen Raum – Bestand reicht aus
In den vergangenen Jahren wurden mehr als 6 Mio. Euro in Kunst im öffentlichen Raum investiert – von der Leda-Figur über Skulpturen bis hin zu Kunstwerken in Kreisverkehren. Die Meinungen über einzelne Werke sind verschieden, aber klar ist: Ein weiterer Ausbau ist nicht erforderlich. Für die kommende Ratsperiode soll kein Budget für neue Kunstwerke vorgesehen werden. Insbesondere lehnen wir das Projekt „Blaues Band“ ab – seine Kosten würden alle bisherigen Kunstinvestitionen zusammen übersteigen.

VHS – modernisieren und öffnen
Die Volkshochschule bieten Bildung für alle Altersgruppen. Die CDU will die VHS weiterentwickeln und gezielt neue Zielgruppen ansprechen:
•    Kooperation mit Unternehmen für praxisnahe Angebote in Digitalisierung, Soft Skills und beruflicher Weiterbildung
•    neue Angebote für Jugendliche in Bereichen wie Programmierung, Social-Media, Office-Anwendungen und Bewerbungstrainings – auch als Ferienangebote
•    Konversationskurse für Menschen mit Deutsch als Zweitsprache

Musikschule und Kunstschule – erhalten und weiterentwickeln
Musikalische und künstlerische Bildung sind zentrale Bestandteile der kulturellen Grundversorgung. Die CDU will das erfolgreiche Monheimer Modell (MoMo) an Grundschulen fortführen und das Angebot beider Einrichtungen weiterentwickeln – orientiert an gesellschaftlichen Trends und neuen Interessenlagen.

Sojus 7 und Ulla-Hahn-Haus – Engagement ermöglichen
Das Sojus 7 ist ein Leuchtturm für Kultur, Jugend und Ehrenamt. Es bietet Konzerte, Ausstellungen, Partys, Proberäume und ein Tonstudio – offen für alle Generationen. Der „Goldene Hans“ soll erhalten bleiben und durch die Integration des Stadtteilmanagements im Berliner Viertel aufgewertet werden.
Das aufwändig sanierte Fachwerkhaus neben dem Sojus soll vermarktet werden.
Das Ulla-Hahn-Haus ist ein Ort für kreatives Schreiben und Leseförderung, vor allem für Kinder und Jugendliche. Die CDU will das Konzept um Angebote für Erwachsene erweitern und auch vormittags stärker nutzen. Der jährliche Vorlesewettbewerb für Grundschulkinder soll weiterhin im Ulla-Hahn-Haus stattfinden.

 

13.    Sport verbindet 
Sport ist mehr als Bewegung – er ist Gemeinschaft, Integration, Lebensfreude. In Monheim am Rhein lebt der Sport vor allem durch das große ehrenamtliche Engagement unserer Sportvereine. Sie bieten ein breites und generationenübergreifendes Angebot für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren – und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und unterschiedlicher Herkunft.

Ehrenamt im Sport fördern
Die CDU Monheim wird auch in Zukunft das Ehrenamt im Sport aktiv fördern. Ohne die vielen freiwillig Engagierten wäre die Vielfalt an Sportangeboten in unserer Stadt nicht denkbar. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Stadt den Sportvereinen gute Rahmenbedingungen bietet.
Wir wollen die enge und bewährte Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband fortführen und ausbauen – als Bindeglied zwischen Stadt, Vereinen und Verwaltung.
•    Dafür werden wir u.a. eine jährliche Sportlerinnen- und Sportler-Ehrung in einem würdevollen Rahmen einführen. Unsere Sportlerinnen und Sportler – ob jung oder alt – sind wertvolle Botschafterinnen und Botschafter für gelebte Integration und repräsentieren die Stadt Monheim am Rhein bei regionalen, überregionalen und internationalen Wettbewerben. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, auch die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler aus Monheim der Paralympics, Special Olympics und aus dem Deaf-Bereich (Gehörlosensport) zu berücksichtigen. Die Veranstaltung wird selbstverständlich von Gebärdendolmetschenden begleitet.

Sportinfrastruktur erhalten und weiterentwickeln
Monheim verfügt über gut ausgestattete Sportanlagen. Es ist unser Ziel, dieses Niveau zu sichern und dort auszubauen, wo es sinnvoll und notwendig ist.
•    Mit Unterstützung der CDU wurden ein neues Fußballstadion und ein weiterer Trainingsplatz am Kielsgraben für den Oberligisten SF Baumberg und den Breitensport errichtet.
•    Die Tennisanlage am Kielsgraben wurde zum zentralen Quartier des Monheimer Tennissports ausgebaut.
•    Die Sanierung und Erweiterung des Mona Mare zu einem modernen Familien- und Wellenbad steht kurz vor dem Abschluss – mit deutlich gestiegenen Baukosten von rund 45 Mio. €. Wir setzen uns dafür ein, dass die Betriebskosten im Rahmen bleiben und die Eintrittspreise sozialverträglich gestaltet werden, damit alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zum Bad behalten.
Zugleich wollen wir sicherstellen, dass das Mona Mare ausreichend Kapazitäten für den Schul- und Vereinsschwimmsport bereithält – inklusive Frühschwimmzeiten und Schwimmkursen.

Prioritäten setzen 
Sportangebote sollen breit aufgestellt sein. Aber nicht jedes Projekt ist angesichts der aktuellen Haushaltslage realisierbar. Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:
•    Den geplanten Bau einer olympiatauglichen Skateranlage werden wir zurückstellen. Eine Investition in Millionenhöhe zugunsten einer kleinen Nutzergruppe ist derzeit nicht zu vertreten – zumal auch hohe laufende Betriebskosten zu erwarten wären.
•    Stattdessen setzen wir auf Angebote des Breitensports, die möglichst vielen Menschen zugutekommen und langfristig tragfähig sind.

Faire Bedingungen für alle Vereine
Wir stehen weiterhin zur kostenfreien Nutzung der städtischen Sportanlagen durch die Vereine. Diese Regelung ist eine direkte Unterstützung für das Ehrenamt und ein Zeichen der Anerkennung für die Arbeit vor Ort.
Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass unsere Sportstätten regelmäßig gewartet und modernisiert werden – damit sie auch in Zukunft ein attraktives Umfeld für Bewegung, Training und Wettkampf bieten.

 

14.    Monheim erleben – Freizeit, Naherholung und Tourismus

Lebensqualität durch Natur, Ruhe und Begegnung
Monheim am Rhein überzeugt durch seine hohe Lebensqualität – nicht zuletzt dank seiner einmaligen Lage zwischen Düsseldorf und Köln und der umgebenden Naturlandschaft: dem Rheinbogen, dem Knipprather Wald, der Urdenbacher Kämpe und der Baumberger Aue. Diese Räume bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern Rückzugsorte vom Alltag, Möglichkeiten zur Bewegung in der Natur und Orte der Begegnung – ob beim Spazieren, Radfahren, Reiten oder einfach beim Verweilen.
Wir wollen diese besonderen Freiräume bewahren und behutsam weiterentwickeln, damit Monheim auch künftig ein Ort bleibt, an dem wir gerne leben – mit Raum für Entspannung, Gespräche und Gemeinschaft.

Natur statt Prestige – klare Absage an Großprojekte
Die CDU Monheim lehnt Prestigeprojekte ab, die wertvolle Naturflächen gefährden oder mit städtischen Geldern am Bedarf vorbeigehen. Deshalb sagen wir klar:
•    Kein Yachthafen am Greisbachsee – stattdessen setzen wir uns für eine naturnahe Entwicklung des Areals ein.
•    Keine Ansiedlung des Bayer04-Leistungszentrums – der Verlust eines großflächigen, öffentlich zugänglichen Grünzugs und der zusätzliche Verkehr widersprechen dem Ziel lebenswerter Stadtentwicklung.
•    Keine weiteren Projekte im Monheimer Rheinbogen (Minigolfplatz, Alpaka-Gehege)
•    Öffentliche Sportanlagen in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung sind kritisch zu prüfen – die Erfahrungen aus der Vergangenheit sprechen für Zurückhaltung.

Piwipper Böötchen unterstützen – Mobilität über den Rhein stärken
Der Verein Piwipper Böötchen e.V. leistet mit der Personenfähre über den Rhein zwischen Monheim und Dormagen einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Nahmobilität. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient unsere volle Unterstützung.
Wir wollen:
•    den Fährbetrieb sichern und attraktiver gestalten
•    auf Monheimer Seite Sitzgelegenheiten und Sonnenschutz schaffen – damit auch ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen bequem auf die Überfahrt warten können
•    den Standort als Ort des Verweilens und der Begegnung aufwerten

Monheimer Mitte: Mehr Grün statt mehr Beton
Die Neugestaltung der Monheimer Mitte bietet Chancen – aber auch Risiken. Bisher wurde viel Fläche versiegelt, Grünflächen und Stadtgrün sind Mangelware. Die CDU setzt sich daher für einen echten innerstädtischen Park – anstelle der geplanten Bebauung von Monheim-Mitte 3 ein. Ein solcher Park mit beschatteten Wegen und Aufenthaltsbereichen wäre nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ein Ort der Begegnung mitten in der Stadt. 

Tourismus: Gäste willkommen – Lebensqualität erhalten
Gäste sind in Monheim herzlich willkommen – zum Flanieren, Radfahren, zur Einkehr in die Gastronomie oder zum Besuch von Veranstaltungen. Unsere Stadt hat viel zu bieten: vom Rheinbogen über die Altstadt bis zur Kunst im öffentlichen Raum. Angebote wie die Stadtführungen der MonGuides sollen weiter unterstützt werden.
Aber auch hier gilt: Tourismus darf der Lebensqualität nicht entgegenstehen. Wir setzen auf behutsame Weiterentwicklung, nicht auf Events oder Bauvorhaben, die Natur, Ruhe oder Anwohner beeinträchtigen.

Unsere Haltung: Heimat bewahren – Lebensqualität sichern
Die CDU Monheim steht für eine Stadtentwicklung, die Freiraum, Natur, Begegnung und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt. Wir setzen auf Nachhaltigkeit statt Flächenverbrauch, auf Lebensqualität statt Eventkultur.
Denn nur, wenn wir unsere Natur-, Erholungs- und Begegnungsräume erhalten, bleibt Monheim am Rhein ein Ort, den wir gemeinsam erleben – und auf den wir gemeinsam stolz sein können.

 

15.    Politik und Verwaltung – Für einen neuen Umgang miteinander

Gemeinsame Bürgermeisterkandidatin: Sachlich. Bürgernah. Unabhängig.
Für die Bürgermeisterwahl 2025 hat sich die CDU Monheim für eine gemeinsame, überparteiliche Kandidatin entschieden: Sonja Wienecke. Die Monheimerin Sonja Wienecke bringt langjährige Verwaltungserfahrung mit – aktuell als Fachbereichsleiterin in Langenfeld für Jugend, Schule und Sport.
Wir unterstützen ihre Kandidatur gemeinsam mit SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP, weil wir überzeugt sind: Monheim braucht jetzt keine Ideologie, sondern Professionalität und Sachorientierung.
Sonja Wienecke steht für:
•    bürgernahe Kommunikation
•    den Respekt vor dem Stadtrat als politischem Entscheidungszentrum
•    die Rückkehr zu einem rechtsstaatlich geordneten Verwaltungshandeln
•    faire Behandlung auch kritischer Bürgerinitiativen
Mit ihr wird Politik wieder im Stadtrat gemacht – und nicht allein im Bürgermeisterbüro.

Der Stadtrat: Mehr Respekt, mehr Kontrolle, mehr Demokratie
Der Stadtrat ist das demokratisch gewählte Gremium der Bürgerschaft. Seine Aufgabe ist es, die Stadt gemeinsam mit der Verwaltung nach Ihren Vorstellungen zu gestalten – auf Augenhöhe, nicht untergeordnet.

In den letzten Jahren wurde der Rat durch die Mehrheitsfraktion und den Bürgermeister zunehmend entmachtet:
•    Fragemöglichkeiten für Ratsmitglieder wurden eingeschränkt.
•    Der Rechnungsprüfungsausschuss wird nicht im Rats-TV übertragen.
•    Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Parteien ist den Protokollen nicht mehr zu entnehmen.
•    Richtlinien wurden ignoriert, so führte die Missachtung der Anlagenrichtlinie zur Greensill-Affäre zum Verlust von rd. 38 Mio. Euro, der

Anlagenbeirat wurde kein einziges Mal einberufen.
•    Die Anlagerichtlinie wurde geändert und verwässert.
•    Entscheidungen wurden und werden öffentlich verkündet, bevor der Rat darüber abgestimmt hatte.
•    Der Bürgermeister missbraucht seinen Freigaberahmen für bereits etatisierte Projekte bis zu einer Höhe von 250.000 €, um seine Wunschprojekte am Rat vorbei umzusetzen.

Wir werden das ändern und setzen uns ein für:
•    eine Überarbeitung der Geschäftsordnung des Rates und der Ausschüsse für mehr Transparenz und faire Beteiligung
•    Live-Übertragung aller Ausschüsse über Rats-TV
•    wieder aussagekräftige Sitzungsprotokolle
•    erweiterte Fragerechte der Ratsmitglieder
•    Einhaltung der Verwaltungsrichtlinien
•    Präzisierung der Anlagerichtlinie 
•    eine Bürgermeisterin, die sich an die verabschiedete Finanzplanung hält und ihren Freigaberahmen nicht missbräuchlich verwendet.
•    eine juristische Aufarbeitung des Agierens der Verwaltungsspitze in den letzten 5 Jahren.

Verwaltung im Dienst der Bürger – nicht als Selbstzweck
Eine Stadtverwaltung ist kein Selbstzweck, sondern Dienstleister für die Menschen. Angesichts knapper Kassen muss die Verwaltung wieder stärker auf ihre Kernaufgaben fokussiert werden.
Wir fordern:
•    eine kritische Überprüfung von Aufgaben, Stellen und Ausgaben
•    gute telefonische Erreichbarkeit der städtischen Verwaltung zu Geschäftszeiten
•    eine Bedarfsanalyse der Öffnungszeiten des Bürgerbüros

Besonders wichtig ist uns die Stärkung des Rechnungsprüfungsamts. Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hat bereits 2021 festgestellt, dass dieses angesichts der Vielzahl von Projekten und hohen Geldflüsse personell deutlich unterbesetzt ist. Wir werden es so ausstatten, dass es:
•    verdeckte Risiken identifizieren,
•    unwirtschaftliche Ausgaben aufdecken,
•    Fördermöglichkeiten erkennen,
•    Verwaltungsmitarbeiter beraten,
•    und bei der Aufarbeitung der vergangenen Amtszeit wirksam mitwirken kann.

Unser Leitbild: Der dienende Staat
Für uns ist klar: Die Verwaltung hat dem Stadtrat zuzuarbeiten und den Bürgerinnen und Bürgern zu dienen. Wir stehen für eine unideologische, sachorientierte Verwaltung, die rechtssicher, wirtschaftlich und bürgernah handelt.
Wir wollen zurück zu einer politischen Kultur des Respekts, der Kontrolle und der Verantwortung. Damit Monheim wieder eine Stadt wird, in der Politik für die Menschen gemacht wird – und nicht über sie hinweg.


Am 14. September Ihre Stimmen für Sonja Wienecke und CDU Monheim am Rhein.

 

 

Vielen Dank!