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Lars van der Bijl, Vorsitzender

 

"Feindliche Übernahme"

11. September 2011, 13:15 Uhr

Als Infoabend geplant, wurde die CDU-Veranstaltung im Foyer der Lise-Meitner-Realschule rasch zum Forum für die zahlreichen Gegner einer Sekundarschule. Das Konzept vor Ort wolle eine "eierlegende Wollmilchsau", so die Kritik.

Formularende

Klaus Kaiser, CDU-Landtagsabgeordneter und Bildungsexperte seiner Fraktion, schüttelt im Foyer der Lise-Meitner-Realschule ungläubig den Kopf. Nicht über die gestrige Einbringung der Gesetzentwürfe zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in den Düsseldorfer Landtag, sondern – am Vorabend dieses Ereignisses – über die konkreten Monheimer Abläufe bei der von Bürgermeister und Verwaltungsspitze geplanten Einführung der auf Landesebene erst noch zu beschließenden Sekundarschule.

 

Eingeladen hatte die Monheimer CDU, auch um über den parteiübergreifenden Schulkonsens zu informieren, der dem künftigen Gesetz zugrunde liegt. Vor und 30 Interessierten erläuterte Kaiser Kernpunkte der Novelle. Von der rot-grünen Landesregierung als "großer Schritt für NRW" bezeichnet, sollen die Neuregelungen den rechtlichen Rahmen abstecken, innerhalb dessen sich die Kommunen schulpolitisch künftig bewegen. Für die Kommunen bedeute das "vor allem mehr Freiheit", so Kaiser. Aber auch "mehr Verantwortung".

Zum Kopfschütteln bei Kaiser führten hingegen die Schilderungen der örtlichen Verhältnisse durch seine Parteifreunde, die Vertreter der im Juni gegründeten Elterninitiative und die Lehrer der Realschule am Berliner Ring. Denn, so die Argumentierenden, in keiner der bereits existierenden zwölf Gemeinschaftsschulen, die nach den Sommerferien ihre Arbeit aufgenommen haben, sei das Konzept gegen den Willen der betroffenen Kollegien und Eltern durchgedrückt worden. Genau das, so die Befürchtung, werde in Monheim aber 2012 passieren. "Ohne Not", wie Schulleiter Norbert Erven und Eltern-Vertreter Helmut Wilk, unisono betonen. Die Eile, mit der die Sekundarschule forciert wird, wundert auch Kaiser, der sich polemische Spitzen aber verkneift: "Mein Wahlkreis ist im Sauerland."

Ganz anders die Betroffenen. Über 3000 Unterschriften gegen die Schließung der Realschule hat die Bürgerinitiative mittlerweile zusammen. Tendenz: steigend. Erven beteuert, er spreche für sein Lehrerkollegium, wenn er sage: "Wir machen da nicht mit." Klaus Dieckmann, Lehrer an der Schule, zitiert süffisant aus dem Peto-Papier zum nun in Sekundarschule umgetauften Gemeinschaftsschul-Konzept: "Also ich bin Lehrer. Und ich kann das nicht." Die Vorgaben umzusetzen, sei gleichbedeutend mit der Erschaffung einer "eierlegenden Wollmilchsau". Dieckmann spricht deshalb von einer "feindlichen Übernahme", gegen die man sich zur Wehr setzen wolle.

Vor allem das Schicksal der Hauptschüler, deren Schule eingespart werden soll, treibt viele Redner am Donnerstagabend um. Die Abschaffung der Hauptschule schafft ja nicht die Hauptschüler ab. Ein Vater sagt, genau da hätte man ansetzen müssen: bei der Stärkung der Hauptschule. Kooperation mit dem lokalen Handwerk, Praxisnähe – "das funktioniert andernorts ja auch." Es sei den Hauptschülern indes auch zumutbar, mit dem Bus nach Langenfeld zu fahren. Wenn denn nur die Realschule gerettet würde. Sonst werden auch mehr Realschüler bald Bus fahren müssen. Denn, so Erven: "Jeder, der was auf sich hält, wird die Sekundarschule tunlichst meiden."

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