Anfrage zum Thema Baumkataster/Geoportal der Stadt Monheim am Rhein

Die CDU-Fraktion stellt im Ausschuss Klimaschutz, Stadtplanung und Verkehr am 25.02.2021 eine Anfrage zum Thema Baumkataster/Geoportal der Stadt Monheim am Rhein:

Im Geoportal der Stadt Monheim am Rhein kann die Darstellung des Baumkatasters gewählt werden. Die im Baumkataster erfassten Bäume werden in Form eines grün ausgefüllten Kreises in einer Luftbildansicht der Stadt dargestellt (siehe Anlage). Alle Stadtbäume im Baumkataster sind mit einem Chip versehen und werden regelmäßig von Baumkontrolleuren kontrolliert. So wurde es jedenfalls in einem Artikel der RP vom 24.07.2015 mit dem Titel "Herr der Bäume auf Kontrolltour“ publiziert (https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/der-herr-der-baeume-auf-kontrolltour_aid-21931103). Die hierbei erfassten Daten finden Eingang ins Baumkataster. Bis Herbst 2020 wurde zu jedem Baum im Baumkataster eine Baumbeschreibung angezeigt, wenn man das "i" anklickte. Mit dieser Baumbeschreibung wurde interessierten Bürgern barrierefrei Informationen über verschiedene Attribute der Bäume wie etwa über Alter, Höhe und Sorte zur Verfügung gestellt. Diese Funktionalität wurde im Jahr 2014 zusammen mit der Bekanntgabe der Freischaltung des Geoportals auf der städtischen Homepage (siehe Anlage 2) und in der Presse kommuniziert. Seit Herbst 2020 sind die Baumbeschreibungen nicht mehr freigeschaltet.

Vor diesem Hintergrund haben wir folgende Fragen:

  1. Werden die einzelnen Bäume noch durch die Baumkontrolleure geprüft? Wenn ja, werden dabei Daten zu den Bäumen erhoben und wo werden die erhobenen Daten gesammelt?
  2. Warum sind die Baumbeschreibungen im Baumkataster im städtischen Geoportal nicht mehr freigeschaltet und können sie wieder freigeschaltet werden?

Ausschnitt aus dem Geoportal Stadt Monheim am Rhein, Anzeige Baumkataster

Anlage 2 zur Anfrage Baumkataster

Quelle Homepage der Stadt Monheim am Rhein:
www.monheim.de/stadtleben-aktuelles/news/nachrichten/stadt-schaltet-monheimer-geodaten-online-frei-2068

Stadt schaltet Monheimer Geodaten online frei

21.11.2014

Im GIS können sich ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger informieren

Seit einigen Jahren bereits können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei internen Arbeitsprozessen auf ein digitales Geoinformationssystem, kurz GIS, zurückgreifen. Es beinhaltet unter anderem aktuelle und historische Karten, ein stets aktuell gehaltenes Straßenverzeichnis, Bebauungspläne, Luftaufnahmen und zahlreiche weitere aufschlussreiche Darstellungen des Stadtgebiets mit seinen unterschiedlich genutzten Flächen.

Im Laufe der Zeit sind immer mehr praktische Anwendungen hinzugekommen, etwa die Ausweisung von Rad-, Reit- und Wanderwegen, die Standorte von Wertstoff-Containern, alle Routenverläufe der Monheimer Buslinien, das städtische Baumkataster und mehr.

Viele dieser nützlichen Informationen stellt die Stadtverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik, touristischen Gästen und ansiedlungswilligen Unternehmen ab sofort direkt über die Startseite der städtische Homepage www.monheim.de und in der Rubrik Stadtprofil auch öffentlich zur Verfügung stellen.

Das freigeschaltete Datenmaterial ist dabei deutlich aktueller und qualitativ hochwertiger, als etwa bei Google Maps, hoben Bürgermeister Daniel Zimmermann, Stadtplaner Robert Ullrich und der städtische Geodatenmanager Thomas Nüchter bei der Vorstellung des neuen Angebots mit seinen vielfältigen Möglichkeiten gemeinsam hervor. Die gezeigten Luftaufnahmen stammen beispielsweise aus diesem März. Auch können die Monheimer über das eingepflegte Baumkataster nun online nachschauen, welcher Baum bei Ihnen vor der Tür steht, wie hoch er ist und welchen Durchmesser seine Schatten spendende Krone hat. Künftig sollen noch zahlreiche weitere Angebote, wie Spielplatz-Standorte, Jugend- und Senioren-Treffs sowie neue touristische Ziele hinzukommen. Über die Baudenkmäler im Stadtgebiet kann man hingegen schon jetzt einiges erfahren. Auch historische Karten aus den Jahren 1807, 1833 und 1897 sind im GIS hinterlegt und belegen eindrucksvoll das enorme Wachstum der Stadt. Auch Flächen und Wegstrecken, wie etwa die tägliche Joggingrunde durch den Rheinbogen, die Baumberger Aue oder den Knipprather Wald können nun ganz einfach per Mausklick am heimischen Computer ausgemessen werden.

Personenbezogene und andere sensible Daten bleiben selbstverständlich unter Verschluss. Offen gelegt wird nur, was auch gesetzlich offen gelegt werden darf und sogar soll. Gemäß der Inspire-Richtlinie der Europäischen Union von 2007 sind im Zuge des wachsen Ausbaus von Open-Data-Angeboten alle EU-Mitgliedsstaaten dazu angehalten, bis zum Jahr 2019 schrittweise wesentliche Teile ihres Geodatenangebots über die einzelnen Behörden offenzulegen. Die Monheimer Stadtverwaltung ist hier mit frühen Schritten weit vorne mit dabei. Direkt zum Geoinformationssystem geht es

 

 

 

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