Jüdischer Friedhof in Monheim am Rhein

Die CDU-Fraktion stellt im Ausschuss Inklusion, Soziales und Ordnung am 15.04.2021 einen Antrag zum Thema Jüdischer Friedhof in Monheim am Rhein

 

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, vor dem Hintergrund des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, den alten jüdischen Friedhof an der Hasenstraße in Monheim am Rhein unter Anleitung von Forschern als zeitgemäße Gedenkstätte herzurichten.

Begründung:

In diesem Jahr ist das Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Demzufolge bietet es sich an, den alten jüdischen Friedhof in Monheim am Rhein zu revitalisieren. Wir regen an, die alten Grabsteine unter denkmalhistorischen Gesichtspunkten zu sanieren, den Friedhof landschaftsgärtnerisch aufzuwerten und barrierefrei auszubauen, den Baumbestand sowie die Grünflächen neu zu gestalten und Informationstafeln aufzustellen. Der jüdische Friedhof an der Hasenstraße ist einer von vier Orten des Gedenkens, die auf der Internetseite der Stadt Monheim am Rhein vorgestellt werden: (https://www.monheim.de/stadtleben-aktuelles/erinnern-und-gedenken/orte-des-gedenkens) Die alles überragenden rund 20 m hohen Tuja-Bäume in der alten Mittelallee lassen den Ort schon von Ferne ins Auge springen, doch vermutet man hier wohl kaum einen Friedhof oder eine Gedenkstätte.

Der für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Behinderung nicht erreichbare Eingang liegt einige Treppenstufen oberhalb des Straßenniveaus.

Als einziger Hinweis, dass es sich um einen Friedhof, eine Gedenkstätte handelt, fungiert ein altes Hinweisschild aus den frühen 1990’er Jahren.

Nach Betreten der Anlage fällt der Blick als erstes auf einen halb überwucherten Gedenkstein neueren Datums (vom Schriftbild her wahrscheinlich 1960’er Jahre), der zum Gedenken an die jüdische Gemeinde in Monheim einlädt. 

 

 

Hier eine Vergrößerung des Gedenksteins: Der überladende Strauch müsste dringend zurückgeschnitten werden, der Gedenkstein gereinigt und die Schrift nachgearbeitet werden.

 

Der Mittelweg knickt auf der Hälfte des Weges nach links. Der hintere Bereich des Friedhofs ist ebenfalls dicht von Tuja-Bäumen bewachsen. Totholz und Astwerk sind dort angehäuft. Es ergibt sich ein finsterer und wenig einladender Eindruck. Ein Freischnitt und das Entfernen des Totholzes würde sicher nicht nur den Bäumen gut tun, es würde den Platz auch optisch aufwerten.

 

 

Die Grabsteine: Auf der Seite zur Straße Fasanenweg befinden sich sechs Grabsteine. Einige von ihnen sind stark überwuchert. Die Schrift ist wegen der Überwucherung kaum noch sichtbar. Auch ist die Schrift auf einigen Grabsteinen kaum noch lesbar, da vom Zahn der Zeit stark angenagt. Wir regen deshalb an, eine denkmalhistorische Konservierung / Restaurierung in die Wege zu leiten.

 

                                                                        

Infotafeln: Wir schlagen die Beschilderung mit Infotafeln im Coporate Design der Stadt Monheim am Rhein, die auf diesen so besonderen Ort des Gedenkens hinweist und dessen Geschichte bzw. die Geschichte der dort Ruhenden in kurzen Zügen erläutert, vor.

 

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