Friedhof als Gedenkstätte oder Dauerbaustelle?

By L.v.d.B.

April 10, 2020

 

Bereits am 18.09.2019 haben wir einen Bericht über den Baumberger Friedhof auf unserer Homepage veröffentlicht. Wir werden in den folgenden Zeilen dieses Thema erneut aufnehmen.

Im Sommer 2019 wurde die Friedhofskapelle auf dem Baumberger Friedhof entweiht und mit schwerem Gerät nebst Toilettentrakt abgerissen. Genauso wurden die Bäume zur Kapelle gefällt – auch hier wurden wieder einmal seitens der Stadtverwaltung Fakten geschaffen; sprich eine neue Baustelle, auf der sich seitdem baulich nichts weiter bewegt hat. Das Ansinnen der Stadtverwaltung war der Neubau einer Friedhofskapelle mit neuen Toiletten.

Vielleicht gut gedacht – doch garantiert schlecht gemacht!! Seitdem betreten die Besucher keinen Friedhof sondern eben diese Baustelle. Zusätzlich wurde die Architektur der künftigen Kapelle den Bürgern vorgesetzt.

Friedhöfe dienen als letzte Ruhestätte für Verstorbene und sind somit Orte des Gedenkens, der Einkehr und der Trauer. Dieser Ort soll den Angehörigen Verstorbener ein Totengedenken in ungestörter Atmosphäreermöglichen.

Für das Begräbnis und Gedenkritual für die Toten sollten Friedhöfe mit einer zweckmäßigen Infrastruktur ausgestattet sein. Diese sind entsprechende Wege und deren Begehbarkeit, Umfriedung des Geländes, eine Einrichtung zur Bestattung wie eine Kapelle oder Trauerhalle zur Aufbahrung, Installation für Grün- und Grabpflege, Wasseranschluss, die Möglichkeit zur Entsorgung von Grünabfällen.

Leider ist die Stadt Monheim bis heute nicht in der Lage gewesen, nach dem voreiligen Abriss der Gebäude in 2019 ihrer Aufgabe aber auch ihrer moralischen Pflichten nachzukommen und aus dieser Dauerbaustelle einen würdigen Ort des Abschieds, des Gedenkens, der Einkehr und der Trauer zu schaffen.

Im Gegenteil:

Im Haupt- und Finanzausschuss wurde der Bürgermeister nach fast einem Jahr Stillstand nach  -  wenigstens einem provisorischen Ersatz für die Friedhofskapelle in Form von einem Unterstand gefragt. Mit seiner Antwort lässt der Bürgermeister die Besucher einer Beerdigung im Regen stehen. Herr Zimmermann sieht es als ausreichend an, für das Aufstellen einer Chemietoilette und das Aufstellen einer Bank gesorgt zu haben. Damit zeigt der Bürgermeister keine Bereitschaft einen würdigen Raum für Beerdigungszeremonien zu schaffen.

 

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